Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil …

ÄHM … Im Namen der Mittelschule Kirchehrenbach sagen wir Danke, dass wir dabei sein durften!

Unser Urteil: Es war interessant und aufschlussreich!

Am Donnerstag, 9. Mai 2019 durften wir bei 2 öffentlichen Verhandlungen im Amtsgericht Forchheim mit dabei sein.

Fall 1: Anklage lautete „Trunkenheit im Straßenverkehr mit Beleidigung der Beamten“

Fall 2: „Eidesstattliche Versicherung“: Der Angeklagte hat der Bank als Gläubiger offensichtlich wichtige Informationen zu seinen Konten verschwiegen

Vor dem Betreten des Sitzungsraumes wurden wir und unsere Taschen von sehr freundlichen und lustigen Justizbeamten kontrolliert. Das war ähnlich wie am Flughafen. Seit einst eine Staatsanwältin im Gerichtssaal erschossen wurde, ist das Pflicht. Wir durften nur unsere Trinkflaschen nicht mit reinnehmen, sonst: „Alles safe“ J.

Wir waren überrascht, wie locker die Atmosphäre war und beeindruckt, wie schnell jemand vorlesen kann. Wir hatten Mühe mitzukommenJ. Die Sitzordnung sah so aus, wie wir es im Unterricht gelernt haben, aber ohne Schöffen und Zeugen. Die Richterin, die Staatsanwältin, der Protokollant und der Verteidiger hatten allesamt schwarze Roben an. Die Angeklagten waren in beiden Fällen reuig und einsichtig.       

Zwischen den Verhandlungen hatten wir auch die Gelegenheit, mit den Anwesenden im Sitzungssaal zu reden, vor allem mit der Richterin Frau Schneider, die sehr nett war.

Sie erklärte u.a., dass es den „berühmten Hammer“ in keinem deutschen Gericht gibt. Der Hammer wird lediglich von amerikanischen Richtern bei der Entscheidungsverkündung verschiedener Straffälle verwendet. Das Benutzen des Hammers signalisiert, dass während oder am Ende der Verhandlung ein Beschluss durch das Gericht getroffen wurde. Er wird auch geschlagen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen oder die Beteiligten der Gerichtsverhandlung und das Publikum zur Ordnung zu rufen.

Nach 2 SITZ – ungen war der Bewegungs- und Rededrang groß, drum ging es noch kurz in die Stadt, bevor wir dann mit dem Zug wieder die Heimfahrt antraten.

Klasse 7a, Stefanie Rosa